Zweitausendundzwölf.

Obwohl wir alle bereits mitten im Getümmel des Jahres 2013 angekommen sind, lasse ich mein Jahr 2012 trotzdem noch einmal Revue passieren.

Im Januar begann ich mit der Stadtteilserie: “Mittagspausenaktivität: Unterwegs in Leipzig. Heute Gohlis” Die Idee kam mir übrigens mittags ganz spontan beim Spazierengehen. Es folgten das Zentrum und Paunsdorf. Außerdem haben wir Textilmalfarbe gekauft und Stoff bedruckt.

Der Februar war bitterkalt, aber schön [sonnig]. Da startete ich das Ritter-Sport-Projekt. Ich weiß es noch ganz genau. Nach einem verlorenem Basketballspiel schlenderte ich durch die Straßen und plötzlich kam die Idee: eine Tasche aus Ritter-Sport-Verpackungen. Außerdem stand ein langersehntes und lustiges Wochenende in Magdeburg mit lieben Freunden auf dem Programm.

Im März galt es dem Umzug der Großeltern zu wuppen. Ich habe meine Backleidenschaft entdeckt, viel ausprobiert. Nicht alles ist auf Anhieb gelungen. Dabei habe ich die Erkenntnis erlangt, dass ich mich beim Backen etwas strikter an die Rezepte halten sollte als beim Kochen. Hefezöpfe könnte ich am liebsten jede Woche backen.

April war ein hektischer Monat, es ging Schlag auf Schlag und immer wieder sorgten neue Hiobsbotschaften für Aufsehen. Als es auf Arbeit projektbedingt besonders stressig wurde, kamen auch noch Sorgen innerhalb der Familie hinzu. Trotzdem habe ich zum Ende des Monats, als Ostern kurz bevor stand und sich alles wieder einigermaßen sortiere, Eier bunt gefärbt und die Ritter-Sport-Tasche genäht.

Im Mai gönnten wir uns ein paar Tage Auszeit in der Sächsischen Schweiz, um die Akkus aufzuladen und vorallem mit dem Wissen, dass der Juni ein anstrengender Monat mit wenig Schlaf wird.

Der Juni stand ganz im Zeichen des Beachvolleyballs, ich verbrachte knapp zwei Wochen lang viele schöne, aber auch anstrengende Stunden auf dem Leipziger Augustusplatz. Ende des Monats nutzte ich kleine Projekte wie Kleidungfärben, um wieder zu Hause anzukommen.

Es ging im Juli weiter mit Selbermacherprojekten, so hübschte ich meine abgeschrammten Ballerinas mit türkisfarbenem Nagellack auf. Zudem verbrachte ich sonnige Stunden bei strahlendem Sonnenschein in Leipziger Parkanlagen. Ich entdeckte das Schreberbad in meiner Nähe fürs Abendschwimmen, besuchte Sommerkinos, lauschte dem Leipziger Hörspielsommer und verspeiste diverse Leckereien beim Zierlich Manierlich am Elsterflutbecken.

Der August stand ganz im Zeichen des Urlaubs! Zuerst feierten wir den Geburtstag meiner Mama überraschender Weise in Quedlinburg und verbrachten dort ein paar tolle und erholsame Tage. Danach reiste ich mit zwei lieben Freundinnen nach Dänemark, um dort eine sehr schöne und tiefenentspannte Woche zu genießen.

Im September habe ich Gemüsequiche, Zimtschnecken, Brot und Brötchen gebacken. Bunte Filzkugelketten mit verschiedenen Kugeln fädelte ich eines Abends, einfach so. Zum Ende des Monats hatte ich das Glück, dass ich für ein paar Tage recht spontan meine geliebte Ostsee erblicken konnte. Einmal im Jahr muss das schon sein. [Wunschdenken]. Dort kaufte ich in einem Keramikladen am Straßenrand auch die passende Fischkette, zudem gab’s die Butterdose mit Streifendecor.

Im Oktober hatte ich immer mal ein paar Tage frei. Ich verbrachte viel Zeit an der Nähmaschine und bastelte Anfang Oktober meine Hühnergottkette als Andenken, um die schöne Ostsee-Urlaubsmomente noch etwas länger zu bewahren. Erneut stand ein Magdeburg-Kurztrip auf dem Programm, wobei das Rikschafahren wohl der unvergesslichste und lustigste Moment bleibt. Zwischendurch gab es im goldgelbem Herbst Ausflüge in die Natur, so erkundeten wir am Reformationstag z.B. Freyburg. Ende Oktober war es endlich soweit: Der unvergessliche Stockholm-Trip über Mannheim und Berlin mit den Mädels und privatem Stockholm-Gästeführer stand auf dem Programm.

Schweren Herzens verabschiedete ich mich im November endgültig vom Basketball, nicht ganz leich nach so vielen Jahren. Ende November baute ich zuerst einen kleinen Präsentationsstand beim Vor-Weihnachtlichem Kunstmarkt in der Schleußiger Kunstanstalt auf und nahm eine Woche später gemeinsam mit dem Ballbird-Maler am Weihnachtsmarkt im Gohliser Schlösschen teil. Nicht zu vergessen sind da noch meine zahlreichen Weihnachtsplätzchen und die Schokoäpfel, die es traditionell zum Geburtstag gibt.

Auf den letzten Drücker, also am 01. Dezember bastelte ich einen Adventskalender. Da der Dezember-Anfang ziemlich turbulent war, hatte ich plötzlich keine richtige Lust mehr, hier zu bloggen. Stattdessen besuchte ich Weihnachtsmärkte und eine florale Adventsausstellung, bastelte Fröbelsterne, trank Glühwein und schaute auf dem Sofa liegen Filme.

Zwischenstand-Ritter-Sport-Tasche_eisRINA

Zwischenstand: Ritter-Sport-Tasche.

Danke an alle fleißigen Esser! Und ja, ich nehme sehr gern weiterhin leere Ritter-Sport-Verpackungen in Empfang. Immer her damit, damit ich für das Ritter-Sport-Taschenprojekt viele bunte Sorten zur Auswahl habe.

Da das Aneinandernähen der einzelnen Verpackungen gescheitert ist, bin ich jetzt dazu übergegangen, alle Einzelteile mit transparentem Klebeband zu verbinden. Das klappt auch ganz gut. Wenn ich dann alle fünf einzelnen Seitenteile (vorn, hinten, links, rechts und unten) habe, werde ich mich erneut an die Nähmaschine begeben. Denn Verpackungen, die mit Klebeband überzogen sind, lassen sich zusammennähen! Das habe ich mittlerweile mit den abgeschnittenen Schnipseln zur Probe genäht. Und es hält.

PS: Knusperkeks gibt’s nicht mehr, zumindest in Leipzig! Jedenfalls kann ich sie derzeit nirgendwo finden, dabei habe ich schon in zahlreichen Einkaufsläden gesucht. Bald gibt’s Cocos, Amarena-Kirsch und Waldbeer-Joghurt in der Sommeredition.